»
Anonymous asked: kein zusammen Bierchen trinken nichts. Aber zu 4, ohne mich, machen sie noch total viel. Naja und das war das dlemma was ich nicht so kurz beschreiben konnte. ich hocke in dieser scheiß stadt, mit liebeskummer, ohne freunde, mit nem arsch voll zu tun, komm aber zu nichts, bin die prokrastinationsqueen und find mein leben und alles gerade einfach nur scheiße, weil ich mich allein gelassen und verarscht fühle und nicht weiß wohin mit mir. Und ja, ich klinge so sehr wie ein scheiß emo dass ich

Hey! Magst du mir vielleicht dein Alter verraten, nur zum ungefähren Bild? 

Weißt du, ich glaube eines der Probleme ist, dass du dich zu schnell auf eine Person emotional eingelassen hast, die du nicht wirklich kanntest bzw. wo vielleicht unterschiedliche Erwartungshaltungen bestanden. 

Das ist dir sicher klar, aber du musst zusätzlich bedenken, dass Menschen manchmal zu impulsiv sind, nicht nur du, auch andere! Die Meisten handeln gerade in Bezug auf mögliche Sexual- oder Beziehungspartner geradezu irrational. Das Menschen, Männer UND Frauen, oft gerne Details verschweigen oder sogar lügen, nur um sich unangenehme Situationen oder Gespräche zu ersparen, ist ja auch bekannt.

Ich selber war jahrelang in Beziehungen, die mich nicht glücklich machten, wo ich trotzdem die Klappe hielt, nur um nicht allein zu sein. Einsamkeit, ob real oder eingebildet, macht sehr viel aus! Nicht nur bei dir, sicher auch bei dem jungen Mann. Nur äußert sich diese je nach Person unterschiedlich: dem Einen fehlt der Sex, der Anderen die geistige Intimität und den Nächsten einfach nur die Zweisamkeit beim abendlichen Kochen/Essen. 

Ein anderer Punkt, der immer wieder zu riesigen Missverständnissen führt, ist die fehlende Kommunikation. Hast du ihm immer offen und ehrlich deine Wünsche, Ziele, Gedanken mitgeteilt und kannst du auch sicher sein, das er dieselben bei dir äusserte? 

Grundsätzlich kann man vielleicht behaupten, dass Offenheit und Direktheit zwar unangenehm seien und eventuell zu Konfliktsituationen führen können, aber meist vor wesentlich schlimmerem Herzschmerz bewahren. Einfach nur weil man mal den Mund aufbekommen hat und dem Anderen die Chance gegeben hat zu registrieren, zuzuhören, zu reagieren, zu antworten. 

Ich kann mir vorstellen, dass du unendlich sauer bist/warst. Aber warum schläfst du denn dann noch mit ihm oder bleibst im Urlaub, wenn er dir noch nichtmal sagen kann, warum er die Beziehung, also die emotionale, offenbar nicht die sexuelle (?!) beenden will? 

Man muss sich einfach manchmal überwinden, auf Menschen zugehen, sie mit Schwierigkeiten konfrontieren, weniger Stolz sein und auf deren Kooperation hoffen. 

Glaub mir, niemand auf der ganzen Welt will dir persönlich was Böses! 

Und, dass sich die Freunde nicht melden - ja, meldest du dich denn? Hilfe muss man manchmal auch einfach einfordern, man kann ja nicht ewig darauf warten. Glaube mir, niemand mit gesundem Verstand wird dir, wenn du offen und ehrlich darum bittest, die Hilfe versagen, die du benötigst.  Das Menschen, sogar engste Freunde oder Familienmitglieder, dich “vergessen” oder “ignorieren” liegt nicht an deiner Persönlichkeit (hoffentlich ;) ) oder an sonstigen Umständen, sondern einfach daran, dass sie alle auch nur Menschen sind, die ihre eigenen Probleme haben. Wann hast du dich denn selber bei ihnen gemeldet und hast sie gefragt wie es ihnen geht? Vielleicht gibt es Menschen in deinem Umfeld, bei denen du dich auch schon länger nicht mehr nach ihrem Wohlbefinden erkundigt hast? Niemand, weder ich, noch du, noch Mütter, Lehrer, Kassierer oder Freunde sind perfekt. Jeder hat seine Last zu tragen - bei der eigenen vergisst man die der anderen gerne mal…

Außerdem ist jeder Einzelne von uns “verrückt” ! Ich schwöre, ich kenne keine einzige “normale” Person und die, die irgendwer für langweilig, dumm oder ignorant hält, sind auch nur entweder zu ängstlich, zu zweifelnd oder auch mal gerne zu egozentrisch um sich offen und mutig zur eigenen Person zu bekennen oder ehrlich auf andere zuzugehen. Sei nicht eine von ihnen ! Sei eine von uns ;) !

Egal in welcher Stadt du bist, ich garantiere dir, dass wenn du dich ein wenig öffnest und aus dem Haus gehst, auch alleine, du viele nette und gute Leute treffen wirst, wenn du dich denn traust selber auf sie zuzugehen. In Bars, Kneipen, Cafes, auf der Straße laufen tagtäglich die besten Menschen rum, man muss sie nur mal ansprechen. Wenn du noch zu schüchtern bist um selbst auf Menschensuche zu gehen, starte im Internet oder geh in ein Hostel! Da sind viele Leute, die auch niemanden kennen, meistens gibts auch ne Bar, da wirst du eh angesprochen ;) 

Ich hoffe, ich habe nichts missverstanden oder irgendwas Unpassendes geantwortet - was sagst du zu meinem Hilfsversuch? Schreib mir doch ein bisschen mehr von dir (vielleicht auch auf meine email bewareofbraindamage@facebook.com) und deinen Schwierigkeiten, vielleicht finden wir eine oder viele Lösungen :)

Und ja! Emotionalität ist nicht schlecht, sondern wahnsinnig großartig! Du hast so viele wunderschöne Momente und Jahre vor dir, wo du lachen, weinen, springen, singen und alles verfluchen wirst - aber ist das nicht der ganze Sinn der Sache :) ?

Liebste Grüße, auch unbekannterweise,

Ana

Dear Lovers, Players, Thinkers and Whores,

I’m finally starting a new, pretty exciting project and need help!

It’s truly simple:

If you have to say something - anything, really - just write it.

If you have a question, a problem, a dilemma in which you require assistance of any kind, write to me. 

I will try not to judge, just to listen, think and discuss it with you, and only you! Whether it’s your cat on a hot tin roof or you’re always trying to run, Lola, run, just write.

It’s real easy, and it would help a lot.

Just contact me at bewareofbraindamage@facebook.com

Kisses on all of your foreheads

image


as the ripples on the water form perfect little circles around the overly cute, wiggling behind of the duck, who tries to dive for something edible, i can’t help but wonder: is my body going to crash, because of all the cosmic force pouring into me and the almost spiritual beauty touching every fibre of my being, or am i just going to take another deep, freezing breath of the forest-scented air and leave for the train.


Hellrot. Wenn ich hier sitze und mit meinem hübschen Köpfchen immer wieder gegen die Wand schlage, dann ergibt das irgendwann einen wunderschönen, hellroten Fleck. Das könnte man dann als Kunst verkaufen, einfach einen antiken Rahmen kaufen und drumherum aufhängen, dazu ein kleines Schild: Roxana, 2012, “Verzweiflung”, in Blut, Preis auf Anfrage. Dann wäre ich endlich zu etwas zu gebrauchen.

The Caterpillar and Alice looked at each other for some time in silence: at last the Caterpillar took the hookah out of its mouth, and addressed her in a languid, sleepy voice. `Who are YOU?’ said the Caterpillar. This was not an encouraging opening for a conversation. Alice replied, rather shyly, `I—I hardly know, sir, just at present— at least I know who I WAS when I got up this morning, but I think I must have been changed several times since then.’ `What do you mean by that?’ said the Caterpillar sternly. `Explain yourself!’ `I can’t explain MYSELF, I’m afraid, sir’ said Alice, `because I’m not myself, you see.’ `I don’t see,’ said the Caterpillar.

`I’m afraid I can’t put it more clearly,’ Alice replied very politely, `for I can’t understand it myself to begin with; and being so many different sizes in a day is very confusing.’ `It isn’t,’ said the Caterpillar. `Well, perhaps you haven’t found it so yet,’ said Alice, `but when you have to turn into a chrysalis - you will some day, you know - and then after that into a butterfly, I should think you’ll feel it a little queer, won’t you?’. `Not a bit,’ said the Caterpillar. `Well, perhaps your feelings may be different,’ said Alice, `all I know is, it would feel very queer to ME.’

`You!’ said the Caterpillar contemptuously. `WHO ARE YOU?’

caterpillar

image

Do you know that feeling, when you’re desperately trying to figure out your life? When you look at yourself and you have no idea who exactly you’re looking at?

 I feel like there’s no way to tell who you are. Who can even pretend, they know who they are… I mean you can list your personal qualities, your occupation, your interests. But that doesn’t mean anything, does it? What is the essence of a person? What does make you you? Your memories? The way you act in certain situations?

 What does it say about me as a person, if it’s two o’clock in the afternoon on a monday and  I’m lying in my bed thinking about anything and everything at the same time, but actually doing nothing at all? Does it mean I’m lazy or self-involved or just not capable of doing stuff I’m supposed to do? And who even decides what we are supposed to do? We are capable of deciding ourselves, right? But then why are we so angry at ourselves, when we just do the thing we want to do in a certain moment and not do the thing we should do, just not to seem lazy, self-involved, irresponsible or undecisive?

 I am sinking and grasping for air, for something to hold on to. I’m sucked in so deep in this self-inflicted depression of mine, that I can’t see anything else at all. Every moment of every second of my life, I feel incapable of doing anything at all. I feel trapped and overwhelmed and wrong and stupid and unhappy with myself and everyone around me. I feel like I’m 14 and in my bedroom in my parents house. The only, but very important difference is, that I’m not 14. I’m fucking 23. I’m supposed to know what to do with my life. I’m supposed to work hard for my goals.

But what happens if you don’t have goals? If you can’t think of anything, anything at all. That’s when you start to really lose it. Because that’s what we’re supposed to have. There’s just no point in life, when you don’t have goals. You drift around in a cloud of nothing – spheres of unimportant but fun distractions. You distract yourself from the one thing you should be figuring out – your future.

We proud ourselves to be living in the moment, in the present. We think that’s the explanation for our inability to fit in. It makes us special – creatures of freedom, art and love. The truth is, we are alone. Because in a world where the present doesn’t exist, and the only ones believing the illusion of its concept are lost children, nobody can survive that way. When everyone around you is building a career, looking for new job opportunities and studying abroad, there’s just no way for you to be like „ I don’t care, I live in the moment“. We’re not that emancipated, we should stop kidding ourselves.

So what’s left? The single, soul-crushing realisation that we are alone. Or are we? What if everyone really is that way, but some of us just force ourselves to do the important future shit? Who is right? The ones who voluntarily get swallowed by the machinery of the western civilization, the idea of career – this preposterous thought, that you are not worth anything if you’re not moving towards a better job, a higher position, more money – or the ones who want to escape, but never can and never will, because we’re all social people who have been living in this world our whole life and we don’t know any better, than to feel ashamed and hate ourselves for not being able to work that much or have these goals or the energy you have to have to be successfull? Maybe the question shouldn’t be „Who is right?“, perhaps it should be „Who is happier?“, because that’s the really important thing: happiness.

So, who’s happier – the workaholic or the alcoholic? In the end we’re all addicted to something. And in most books, addiction never equals happiness.

The thing is, we are all loosers. We loose, that’s what be do. We loose friends, jobs, money, family members and partners. We loose energy, enthusiasm, our love for things that used to be really important to us, like painting, or playing the drums, or racket-ball. Ultimately we loose ourselves. This concept we never even succeeded in grasping.

exposure

image

Ich ziehe mein Kleid aus.

Ziehe es mit einer langsamen, schwerfälligen Bewegung über den Kopf und lasse es da hängen. Durch den Stoff sehe ich gelbgepunktet die Wiese und meine Haare schneiden mir in die Augen. So dazustehen fühlt sich ein wenig falsch an, ich lege mich hin und habe sofort mehrere Graßhalme zwischen meinen Beinen kleben.

Jetzt ist der Himmel gelb.

Die Nase juckt vom Pollenstaub und ich muss das Kleid als Abwischtuch missbrauchen, es tut mir leid, es ist geliehen. Die feuchte Luft tut trotzdem gut und die Sonne brennt mir die Haut zu Krebs.

Wenn man nackig im Grünen liegt, ist es close-up, mute und slow-motion. Vögel schweigen, der Wind berührt die Bäume so zart, dass das Rascheln der Blätter mich in Trance versetzt. Das Gänseblümchen neben mir nickt wissend und die Biene, die auf es zufliegt macht einen Bogen um mich, weil sie weiß, dass ich sie fürchte.


dissociation

image

Es gibt zwei von mir. Ich stehe über meinem bewegungslosen Ich und schneide langsam die Kopfhaut auf. Ich tupfe das Blut weg und versuche mich mit Schraubenzieher, Kreuzschlitz, und Hammer am Knochengewebe. Ich schnitze und meißele und hämmere Muster auf den Schädel.

Und dann bin ich durch. Ich bin meinem Gehirn zum Greifen nah. Ich sitze da und starre an die Wand und mein Gehirn wird durchgeknetet. Die Masse wird gequetscht und massiert, sie fühlt sich weich und harmlos an. Feucht ist es. Meine Hände sind klebrig und riechen. Unter meinen Nägeln bildet sich eine Schicht aus Trockenblut und Hirngrau. Der Stuhl wird immer weicher und saugt mich in sich, es ist so warm überall.

Warm und rot. 

Ich bewege mich einige Schritte weg und betrachte meinen leeren Blick. Der Rauch verlässt meinen Mund nicht in Wolken sondern in weißen, sich wendenden Strahlen. Immer nach oben. Und ich schaue nach oben, da ist keine Decke. Da ist ein weitläufiger Moosteppich, besetzt mit persischen Mustern. Es sieht so weich aus, das Moos. Ich beschließe mich hinzulegen und greife mir unter die Arme, damit ich vom Stuhl aufstehen kann. Ich lege mich auf das Moos und die Muster freunden sich mit den Schnitzereien auf meinem Schädel an. Sie bilden gemeinsam neue Gerüche und sind immer noch so weich. Ein Katzenschrei kommt von der Platte und ich bemitleide das traurige Wesen, das so viel Schmerz ertragen muss. Meine Haut schmeckt salzig und das persische Moos windet sich in meine Körperöffnungen um es mir so weich wie möglich zu machen.

The Night Porter (1974)